Gartenupdate (Werbung da Marken genannt werden)

Dieser Post enthält Werbung, da Marken und Firmen genannt sind.

Seit dem Blogpost zur Gartenplanung ist nun eine Saison vergangen. Es hat sich viel getan bei uns im Garten und wir konnten schon einige der Planungen vom Papier in die Tat umsetzen. Fokussiert haben wir uns erst einmal auf die Terrasse und die Einfahrt. Im Vorgarten fehlen noch riesige Posten, aber diese sind eben auch mit hohem Budget verbunden, deswegen wir erst einmal nur die Kieseinfahrt realisiert haben, damit wir sauberen Fußen ins Haus können.

Die Terrassen

Was komplett abgeschlossen ist, ist die Terrassenanlage. Wenn ich jetzt die 3D-Planungsbilder mit den Bildern der fertigen Terrasse vergleiche, bin ich begeistert, wie viel schöner es in live noch geworden ist.

Wir haben uns für zwei Terrassen entschieden. Eine kleinere “Loungeterrasse” von 15qm vor der Küche und eine größere Terrasse von 35qm vor dem Wohnzimmer. Vor der großen Terrasse befindet sich unser “Hinguckerbeet” mit den drei tollen Dachplatanen und dem Lampenputzergras im Kies. Die beiden Terrassen sind mit einem Kies/Plattenweg miteinander verbunden und beide sind leicht erhöht zum Rasen (2 Stufen) gesetzt worden.

Bei der Gestaltung und Farbwahl der Platten war es uns vor allem wichtig, dass sich Elemente des Hauses wiederfinden und es ein harmonisches Gesamtbild ergibt. Aus diesem Grund war relativ schnell klar, dass wir Betonplatten wollen. Die Suche danach erwies sich allerdings als sehr schwer. Die meisten Muster hatten für uns nichts mit Beton zu tun – außer die Farbe Grau… Entweder waren sie uns vom Format zu klein oder das Material zu großporig und rustikal.

Letztendlich sind wir dann fündig geworden bei der Firma Klostermann. Die Massimo Light Platten mit einem Maß von 1×1 Meter und heller, feinporiger, glatter Oberfläche schienen zumindest auf den Musterfotos perfekt zu unseren Vorstellungen zu passen. Aufgrund des Zeitdrucks bestellten wir diese Platten sogar blind, nachdem uns unser GaLaBauer bestätigt hat, dass dies sicherlich die Optik ist, die wir wirklich wünschen. Wir haben hierfür unser Budget nochmal aufstocken müssen, wodurch andere Projekte bis auf weiteres flachfallen – aber die Terrasse hatte für uns Priorität Nummer eins und wie bei den Bädern und Küche wechselt man hier ja auch nicht nach kurzer Zeit die Materialien. Die Platten sind traumhaft und genau so wie wir sie uns gewünscht haben. Für die Randsteine und Blockstufen entschieden wir uns aber für eine etwas günstigere Variante. Sie haben einen minimalen Farbunterschied (sind etwas beigetoniger als die Platten) – dies finden wir aber sogar sehr schön, da sie eine tolle Umrandung der Terrassen und Beete ergeben.

Beim Kies haben wir uns für ein helles weiß/grau Gemisch entschieden, da wir farblich harmonisch bleiben wollten und nur durch den Materialwechsel einen Bruch schaffen wollten.

Die Terrassenanlage wurde übrigens komplett von einem Garten-Landschaftsbauer nach unserer eigenen Planung und eigenen Ideen umgesetzt.

Der Sichtschutz

Unser Grundstück misst insgesamt 1200qm und ist sehr lang gezogen. Es herrscht zwar keine eng-an-eng Bebauung wie in vielen Neubaugebieten, dennoch sitzen wir mit unseren Terrassen (vor allem mit der kleinen) relativ nah an Nachbars Terrasse dran. Wir haben zu beiden Seiten wirklich Glück mit den Nachbarn und zwei sehr liebe Pärchen neben uns. Dennoch finden wir es einfach schön, wenn man in seinem eigenen Garten etwas für sich ist und dem Nachbarn nicht in die Suppenschüssel schauen kann. Ein weiterer Punkt ist, dass bei uns durch die offene Fläche am Ende des Grundstückes der Wind wirklich durchzieht komplett und der Sichtschutz somit auch ein kleiner Windbrecher ist. Wir haben lange hin- und her überlegt wie wir den Schutz gestalten wollen. Unser Traum wären definitiv Betonstelen gewesen zu beiden Seiten, doch die sind Budgettechnisch aktuell nicht drin gewesen (irgendwann werden sie sicherlich kommen als Highlight irgendwo im Garten). Da bei unseren Terrassen- und Loungemöbeln jeweils ein helles, warmes Holz integriert ist, haben wir uns letztendlich für einen selbstgeplanten und -gebauten Holzsichtschutz aus sibirischer Lärche entschieden.

Wir haben zur Befestigung 9x9cm Pfosten verwendet und diese mit Einschraubbodenhülsen im Boden verankert. Hierdurch brauchten wir nicht einbetonieren und bei uns hält alles auch starkem Wind gut stand! Den Sichtschutz selber haben wir von beiden Seiten beplankt und zwar immer im Wechsel. So entstand eine zwar in sich geschlossene, aber je nach Stand- und Sitzpunkt leichte Durchsicht und der Sichtschutz wirkt trotz seiner 1,90m nicht zu massiv. Und lässt den stärkeren Wind gut durch und macht das ganze stabiler. Da uns das sibirische Lärchenholz gerade noch zu warmtonig ist, haben wir es nicht behandelt und lassen es noch etwas vergrauen. Wenn es den gewünschten Grauschleier erreicht hat, werden wir es mit einer Holzlasur schützen.
Die überstehenden Pfosten haben wir dann auf 3cm eingekürzt. Die einzelnen Elemente und Abstände haben wir individuell auf unsere Terrasse zugeschnitten. So entstanden nicht überall gleich breite Elemente, was aber den Sichtschutz auch wieder toll auflockert. Aufwand für das ganze Projekt waren circa 4 volle Tage mit jeweils zwei fleissigen Männern (hier haben sich Ehemann mit Papa und Schwiegerpapa ausgetobt). Das ausmessen und zusägen der einzelnen Planken ist nicht zu unterschätzen, da die Pfosten meist nie 100%ig gerade sind und die Planken dadurch teils etwas in der Länge variiert haben. Befestigt wurden die 9,5cm hohen Dielen an den Pfosten übrigens mit je 2 Holzschrauben zu beiden Seiten.

Die Bepflanzung

Wichtig war uns im ersten Schritt eine Bepflanzung des Beetes an der großen Terrasse. Hier haben wir uns, wie oben schon erwähnt für drei Dachplatanen entschieden. Diese sollen später einmal zu einem großen Dach zusammenwachsen und auf der Terrasse einen Teil der Überschattung übernehmen. Wir haben sie direkt mit dem Beet letztes Jahr setzen lassen und schon dieses Jahr haben sie circa die doppelte Krone bekommen. Im Herbst legen wir jetzt das erste mal die neuen, dickeren Äste zum weiteren “Dach” um.

Im Herbst haben wir dann Lampenputzergräser gepflanzt und sie auf das gesamte Beet verteilt. Die Gräser sind super pflegeleicht, winterhart und sehen einfach zu jeder Jahreszeit super aus. Im Frühjahr nach dem Frost werden sie einmal komplett eingekürzt aber sobald es draussen warm und sonnig wird explodieren die Gräser gewaltig. Es gibt also nur eine kurze Phase, wo die Gräser kurz sind. Zuerst wachsen lediglich grüne Gräser, danach kommen die charakterisischen “Puschels”, die dann zum Winter hin grau vertrocknen und traumhaft schön bei Frost und Schnee aussehen!

Zu den Nachbarseiten haben wir uns im letzten Jahr dann noch für Rosmarinweiden entschieden. Ich liebe Weiden sämtlicher Art und für den hinteren Garten sind noch Silberweiden geplant. Die feinen weiß-grün schimmernden Blätter der Weiden ergänzen die Betonoptik des Gartens so klasse. Leider haben wir mit den Rosmarinweiden kein Glück gehabt. Viele sind uns eingegangen – entweder aufgrund der enormen Hitze, die aktuell herrscht oder auch wegen fehlendem “Beet”. Wir haben sie nämlich zu Beginn einfach in die Wiese gesetzt, das Beet sollte dann später kommen. Zudem sind die Rosmarinweiden zwar schnellwachsend, aber einen richtigen Sichtschutz zu den Nachbarn gelingt damit nicht. Und nach über 1,5 Jahren merken wir, dass wir eben zu beiden Seiten hin etwas Privatsphäre wünschen. Hier werden wir im September / Oktober also noch komplett ein Beet ziehen und mit hochwachsendem Zebragras und Pampasgras aufstocken. Vereinzelte Rosmarinweiden werden bleiben dürfen, die sehr kaputten müssen dann leider mit dem Prädikat “Lehrgeld” weichen.

(Werbung / Kooperation mit Vivanno folgt) Generell lieben wir Gräser! Und so haben wir auch auf der Terrasse in großen Pflanzkübeln von Vivanno noch Gräser als Deko bepflanzt. Die aus Fiberglas bestehenden Betonoptik-Kübel sind klasse zum Bepflanzen. Durch den dreigeteilten Inneneinsatz kann man ganz easy die Töpfe austauschen und variieren und durch das große Fassungsvermögen gehen die Pflanzen nicht ein – was ja oft bei Kübeln passiert da es einfach zu trocken wird. Auf der Lounge-Terrasse haben neben Gräsern noch unsere Kräuter Platz und sind neben der Küche direkt für den frischen Verzehr einsatzbereit. Wir haben uns für die hohe “Raumteiler” Variante Elemento entschieden. Die Fiberglas-Betonkübel gibt es allerdings noch in anderen Höhen, Ausführungen und Farben!

Die Kieseinfahrt

Wie in der Einleitung bereits erwähnt ist der Vorgarten noch lange nicht so wie wir ihn wünschen. Vor allem die Doppelgarage ist ein großer Traum von meinem Mann und wir brauchen sie auch sehr dringend aufgrund zusätzlichem Stauraum. Mal schauen, wann es irgendwann so weit sein wird. Klar war aber, dass sie im rechten Winkel zum Haus stehen wird, so dass wir eine Hofeinfahrt haben werden. Die Fläche hierfür haben wir nicht nur wegen der Optik sondern auch wegen der Versickerungsfähigkeit (Stichwort Versiegerung GRZ) mit Kies gestaltet. Die gesamte Fläche wurde also planiert, geschottert und dann für besseren Halt mit Waben ausgelegt. Diese Vorarbeit hat ein Garten-Landschaftsbauer übernommen. Die Waben und die 18 Tonnen Kies-Verteilung haben mein Mann und ich in einer 3 Tages Aktion gewuppt. Heftigster Muskelkater meines Lebens, aber so haben wir enorm Kosten einsparen können. Durch die Waben wird übrigens nicht nur verhindert, dass man über den Kies mit dem Auto fahren kann, sondern sie verhindern auch das Durchwachsen von Unkraut da sie an der Unterseite mit Unkrautvlies schon versehen sind. Man läuft auf dem Kies wirklich wie befestigte Platten. Die Waben sind zwar ein zusätzlicher Kostenfaktor, für größere Flächen würde ich sie allerdings immer empfehlen!

Das Mobiliar

Hier hatten wir beidesmal Glück und sind im Sale fündig geworden. Die zwei weißen Ikea Sessel hatten wir uns schon zu Beginn der Sommersaison gekauft. Die standen dann noch vor Beginn des Gartens in den Sand- und Erhügelbergen. Die Lounge durfte dann als nächstes während der Bauphase einziehen. Hier wurde ich im Internet bei MöMax fündig. Sie war damals super runtergesetzt und für den Preis ist sie wirklich großartig. Man kann sie als L stellen oder als zwei Einzelsofas oder sogar als Sofa und zwei Sessel. Die beigelieferten Unterlegscheiben sind leider direkt durchgerostet, weswegen wir diese durch hochwertigere ersetzt haben. Ansonsten gefällt uns die Optik mit dem weißen Gestell, den hellgrauen Polstern und dem warmen Holz aber super.

Den Esstisch und die Essstühle haben wir dann Anfang diesen Jahres im Sale bei Dehner gefunden. Die schwarze Optik gibt einen tollen Kontrast zum hellen Loungebereich und wir bleiben unserem skandinavischen Einrichtungsstil auch hier treu.

Die Wunschliste

Oh auf der Wunschliste steht so einiges. Mal kleinere, mal größere Projekte. Geplant sind die Doppelgarage mit angrenzendem Werkraum/Staufläche, ein Gartenschuppen zur hinteren Ebene raus, Baum- und Sträucherbepflanzung des hinteren Grünstreifens am Grundstücksrand, Beete und Bepflanzung im Vorgarten und ein Eingangspodest. Die Beetbepflanzung zu den Nachbarseiten würden wir gerne im Herbst angehen – dann ist für dieses Jahr Schluss. Was im nächsten Jahr folgt steht noch in den Sternen.

Aber wir sind stolz auf das was wir schon geschafft haben.

Und der Rasen wird auch irgendwann hoffentlich wieder Grün …. 😀